Text zu nie mehr krank


Ernährungstraining

nie mehr krank


Da es in diesem Buch um Lebensweise, Ernährung und Gesundheit geht, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Ratschläge in diesem Buch keine Behandlung im konventionellen Sinne darstellen und daher eine Behandlung durch Mediziner oder Biomediziner nicht einschränken oder ersetzen sollen. Im Zweifelsfall folgen Sie also den Anweisungen ihres Arztes, Naturarztes (CH) oder Heilpraktikers (DE) ihres Vertrauens.


 

Inhalt

 

Vorwort

1. Kapitel: Einführung

2. Kapitel: Die Zusammensetzung des Körpers

3. Kapitel: Die Zusammensetzung der Nahrung

4. Kapitel: Joule ist die „neue Kalorie“

5. Kapitel: Eiweiß

6. Kapitel: Fett

7. Kapitel: Kohlenhydrate

8. Kapitel: Vitamine

9. Kapitel: Mineralstoffe, Spurenelemente und Wasser

10. Kapitel: Die Ur-Ernährung des Menschen als logische Konsequenz

11. Kapitel: Die Kochrezepte

12. Kapitel: Speiseplanbeispiel

13. Kapitel: Bonus


 Vorwort

Wer von uns möchte nicht ein möglichst hohes Alter erreichen, dabei noch fit und well zu sein, und ohne dabei von den verschiedensten Krankheiten gequält zu werden? Auf dieser Seite wird gezeigt, dass gesunde Lebensführung und rechtzeitiges Erkennen eines Gesundheitsabbruches Grundvoraussetzungen dafür sind, das Alter gesund erleben und vor allem, genießen zu können.


Dabei geht er hier keineswegs nur darum, zielführende Vorbeugungs- oder Therapiemaßnahmen zu erläutern. Darauf wird im Ernährungstraining „nie mehr krank“ genau hingewiesen, was genau beachtet werden muss, damit es erst gar nicht zu einer solchen Gesundheitsstörung kommt, und durch sinnvolle, gezielte Ernährung und Lebensweise, abgewehrt werden kann. „nie mehr krank“ ist derzeit vergriffen, erscheint bald wieder neu überarbeitet.


Die Umwelt wird gesunde, sich noch für alles interessierende und alternde Menschen ganz anders wahrnehmen, als alternde Menschen, die mit Krankheit und Leid, sich schämend, herumlaufen, wenn sie noch gehen können.

Dazu sind auch die zwei, vom gleichen Autor erschienenen Bücher, „Angewandte Psychologie“ und „Angewandte Metaphysik“, hilfreich.


Das Erstgenannte beschäftigt sich mit Charakterkunde (wie man seine Mitmenschen erkennt), das Zweitgenannte behandelt die innere Entwicklung, wie man Sie als einen liebenswerten, fröhlichen und friedvollen, immer hilfsbereiten und erfolgreichen Menschen sehen wird, wenn Sie diese beiden Bücher verinnerlicht haben.


Bei auftauchende Fragen im Erscheinungsjahr 2016, können Sie mir Ihre Frage mittels Email senden.


Was hindert Sie noch daran, nach dem Lesen und erarbeiten dieser vereinfachten Kurzfassung des Ernährungstrainingsbuches schlank, fit & well alt zu werden und gesund zu bleiben?


 

1. Kapitel: Einführung

Es ist heute allgemein bekannt, wie wichtig es ist, für das leibliche Wohlbefinden und somit auch für die Lebenserwartung eine richtige Kost zusammenzustellen.


Unsere Ernährung muss sich den veränderten Lebensbedingungen anpassen. Schlank – sportlich – gesund sollen nicht nur werbewirksame Schlagworte sein, die in uns Wunschvorstellungen wachrufen. Der Mensch ist heute von vielerlei gesundheitlichen Gefahren bedroht.


Luft- und Wasserverschmutzung, Lärm, Medikamentensucht, Alkohol, Nikotin, Bewegungsarmut und nicht zuletzt eine falsche Ernährung sind Faktoren, die trotz aller medizinischen Erkenntnisse und Heilverfahren die Statistikkurven der Frühinvalidität sprunghaft immer weiter haben ansteigen lassen. Etwa 40% aller Todesfälle sind auf eine falsche Ernährung zurückzuführen.

Am auffälligsten ist das Übergewicht. Es ist das sichtbarste Zeichen für eine verkürzte Lebenszeit. Laut statistischer Untersuchungen sind etwa 25% unserer Bevölkerung übergewichtig. Erstaunlich ist, dass sogar bei etwa 15% der Kinder im Alter von 6-10 Jahren Übergewicht festgestellt worden ist. Die Tatsache, dass ein erheblicher Prozentsatz der in Westeuropa, besonders im deutschsprachigen Raum, lebenden Menschen sich nicht zu diesem Fehlverhalten bekennt und eine noch größere Gruppe aus Desinteresse und Unkenntnis die Ratschläge von Fachleuten als übertrieben ablehnt, stimmt nicht gerade hoffnungsvoll.

In Gesprächen und Diskussionen ist oft zu hören, man wolle sich nicht noch mehr mit Problemen belasten, man habe ja schon genug am Hals. Außerdem gehörten Essen und Trinken zu den erfreulicheren Dingen im Leben, die man sich keinesfalls vermiesen lassen wolle. Seien doch schon andere Generationen ohne all diese Ernährungsregeln ausgekommen. So geht man davon aus, dass das Altbewährte mehr oder weniger richtig sei.


Es gibt eine ganze Reihe solch vorgeschobener Rechtfertigungen. Doch ein jeder, der mit seinem Übergewicht zu kämpfen hat, sollte ehrlich genug gegen sich selbst sein. Ein kritischer Blick in den Spiegel, und zwar unbekleidet, wäre ein erster Schritt zur Einsicht.

Keine vorgetäuschten Ausreden, die Dickleibigkeit sei eine Drüsenstörung oder, wie oft zu hören ist, das höhere Gewicht sei dem schwereren Körperbau – sprich Knochenbau – zuzuschreiben, haben hier Gültigkeit. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich etwa 90% aller fettsüchtigen und übergewichtigen Personen falsch ernähren.


Ab welchem Gewicht werden Begriffe wie Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) gebraucht und wie soll das Normalgewicht aussehen?


Behandeln wir erst den zweiten Teil der Frage.


Zur Errechnung des Normalgewichtes gibt es verschiedene Formeln. Hier sei die bekannteste erwähnt:

Man drückt die Körperlänge in Zentimetern aus und zieht davon 100 ab.


Beispiel:

170 cm Körpergröße

170 minus 100 =

70 kg Normalgewicht.


Um das Idealgewicht zu errechnen, muss man bei Frauen nun noch 15% und bei Männern 10% von dem errechneten Normalgewicht abziehen.


Beispiel bei Frauen:

170 cm Körpergröße

170 cm minus 100

70 kg Normalgewicht

70 kg minus 15% =

59,5 kg Idealgewicht

 

Beispiel bei Männern:

170 cm Körpergröße

170 cm minus 100

70 kg Normalgewicht

70 kg minus 10% =

63 kg Idealgewicht


Die Grenze, ab der man sich als Übergewichtiger oder Fettsüchtiger bezeichnen kann, ist nicht in allen Untersuchungen einheitlich festgesetzt. Einmal ist davon die Rede, ein Überschreiten des Idealgewichtes um 10-20% bedeute Übergewicht und von mehr als 20% Fettsucht (Adipositas).


Ein anderes Mal geht man davon aus, dass das Überschreiten des Normalgewichtes um 10% Übergewicht und um mehr als 20% Fettsucht bedeutet.


Nach welchem Gesichtspunkt Sie nun vorgehen – wichtig ist, dass Sie erst einmal das Normalgewicht erreichen. Sind Sie dann erfolgreich, so können Sie sich wahrlich beglückwünschen. Denn wenn Sie bis zu diesem Punkt durchgehalten haben, dürfte Ihnen der nächste Schritt nicht allzu schwer fallen.


Das nächsthöhere Ziel ist es, Ihr Idealgewicht anzustreben. Sie wissen ja: Eine hohe Lebenserwartung ist auch abhängig von dem Gewicht, das Sie auf die Waage bringen.


Mit der Steigerung des Wohlstandes ist eine Zunahme des Übergewichts zu beobachten.


Bei aller Bedeutung der Weiterentwicklung des Lebensstandards in Technik, Mechanisierung und Motorisierung gerät leicht in Vergessenheit, dass dies auch seine nicht gerade unerheblichen Auswirkungen auf den Wandel unserer Ernährungsgewohnheiten hat.

Die Erklärung liegt eigentlich auf der Hand:


Eine Veränderung der Essgewohnheiten!


Doch bedauerlicherweise fällt es schwer, sich daran zu gewöhnen. Tatsache ist, dass aufgrund zunehmender Arbeitserleichterungen heute der Muskelarbeiter immer weniger anzutreffen ist.


Denn nur noch etwa 15% fallen unter die Gruppe der Schwerarbeiter, im Gegensatz zu früher, als es noch etwa 40% Schwer- und Schwerstarbeiter gab. Genau um 40% gestiegen ist die Zahl der Leichtarbeiter: heute 61% gegenüber 21% früher.

Zu welchen Krankheiten das führen kann, soll in dem nächsten Abschnitt kurz erläutert werden.


Durch Übergewicht begünstigte Erkrankungen sind:


Arteriosklerose (chronische Erkrankung der Arterien)

Hypertonie (Bluthochdruck)

Herzinfarkt Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Arthrose (Gelenkerkrankung) - um nur die wichtigsten zu nennen.


Die Zuckerkrankheit ist eine Erkrankung, die in alle Stoffwechselvorgänge eingreift, in erster Linie aber den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel betrifft.


Von Diabetes-Forschern wissen wir, dass unter der Eskimobevölkerung fast kaum Diabetes auftritt. Die Gründe hierfür sind ganz bestimmt in der anderen Ernährungsart, in der körperlichen Beanspruchung und auch im Klima zu finden.


Die Ernährung des Alaska-Eskimos besteht vorwiegend aus Fischen und Fischprodukten. Das heißt, dem Körper wird fast ausschließlich Fett und Eiweiß zugeführt. Es ist nachgewiesen worden, dass in der Nahrung besonders Fette mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren vorhanden waren.


Auch zu Kriegszeiten und in Gegenden mit Mangelernährung waren relativ wenige Fälle von Zuckerkrankheit zu beobachten.

Wir wissen, dass sich dies im Laufe der Jahre verändert hat. Die Diabetes Häufigkeit nimmt von Jahr zu Jahr zu. Waren es vor 100 Jahren zwei Fälle von tausend, so sind sie heute auf das 25 bis 35fache angestiegen.


Herz- und Gefäßerkrankungen sind Gründe für Frühinvalidität, und nicht selten führen sie zum Tod. Die Zahl hat sich z.B. von 1982-1998 vervierfacht.


Zwar spielen immer verschiedene Faktoren, wie Alkohol- und Nikotinkonsum, auch Stress, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit eine große Rolle, doch der Hauptgrund ist Übergewicht durch falsche Ernährung.


Länger leben heißt unter anderem, sich mit der Zusammensetzung der Nahrung zu beschäftigen. Und wie die bisherigen Ausführungen gezeigt haben, ist und darf Übergewicht nicht mit der Vorstellung überfeinerten Schönheitssinns verbunden sein.

Die Lebenserwartung verringert sich mit jedem Kilo, das man mit sich herumträgt. Und nicht ohne Grund nehmen seit einigen Jahren die Lebensversicherungen höhere Beiträge von Übergewichtigen.


Beschäftigen wir uns in diesem Kapitel ein wenig mit der Zusammensetzung unseres Körpers und der Nahrung.


 

2. Kapitel: Die Zusammensetzung des Körpers

Der menschliche Körper baut sich aus verschiedenen Grundstoffen auf, z.B. Sauer-, Kohlen-, Wasser- und Stickstoff, Phosphor, Eisen, Schwefel, Natrium, Kalium, Jod, Fluor usw. Die Grundstoffe sind als chemische Verbindungen im Körper vorhanden und werden als Körperstoffe (körpereigene Stoffe) bezeichnet.


Eiweiß ist Hauptbestandteil aller Körperzellen und kommt besonders in Blut, Muskeln, Gehirn und Drüsen vor.


Fett ist ein sogenannter Schutz- und Vorratsstoff. Es ist besonders als Schutzhülle um die inneren Organe und im Unterhautfettgewebe vorhanden.


Kohlenhydrate kommen in der Leber (Glykogen oder Leberzucker), in den Muskeln und, in geringer Menge als Blutzucker, im Blut vor.


Wasser ist besonders im Blut, in der Lymphe und als Gewebsflüssigkeit in allen Körperzellen vorhanden.


Mineralstoffe (Kalzium, Kalium, Eisen, Natrium u. a. m.) sind vorwiegend in den Knochen, Zähnen, Drüsen, Muskeln, in der Gewebsflüssigkeit und im Blut enthalten.


 

3. Kapitel: Die Zusammensetzung der Nahrung

Tiere und Pflanzen, die uns als Nahrung dienen, besitzen ebenso Grundstoffe, die auch, wie im menschlichen Körper, nicht in freier Form, sondern in chemischen Verbindungen vorhanden sind.


Diese Grundstoffe werden als Nährstoffe bezeichnet und sind in unterschiedlicher Menge in den einzelnen Lebensmitteln enthalten.

Darüber hinaus befinden sich noch Wirkstoffe in den Nahrungsmitteln, denn von den Nährstoffen allein können wir nicht leben. 


Wirkstoffe liefern im Gegensatz zu den Nährstoffen zwar keine Energie, sind aber lebensnotwendig.


Weiter sind noch die Geschmacks- und Aroma-Stoffe sowie das Wasser zu erwähnen. Wir hätten bestimmt wenig Freude am Essen, würden diese Schmeck- und Duftstoffe in der Nahrung fehlen.


Das Wasser dient als Lösungs- und Transportmittel. Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus wären ohne Wasser nicht möglich.

Wie wir gesehen haben, enthalten die Körperstoffe und Nährstoffe die gleichen Grundstoffe. Sie ähneln sich, in ihrem Aufbau sind sie jedoch verschieden. Unser Körper muss die Nährstoffe erst auf dem Verdauungsweg abbauen.


Diese einfachen Bausteine werden dann vom Blut aufgenommen und im Körper zu körpereigenen Stoffen aufgebaut. So werden die Nährstoffe der Nahrung durch Einatmung von Sauerstoff im menschlichen Körper „verbrannt“ und liefern für Muskelarbeit, Körpertemperatur und Erhaltung der Körperfunktionen Energie und Wärme.


In der Ernährungsphysiologie werden die bei der Verbrennung der Nahrung zu gewinnenden Wärmemengen, aber auch alle anderen Energieumsetzungen des Körpers in Joule (Kalorien) gemessen.


 

4. Kapitel: Joule ist die „neue Kalorie“

Benannt wird es nach dem englischen Physiker James P. Joule (Dschaul oder Dschul gesprochen). Es ist eine Maßeinheit, die auf der Energie durch die Erzeugung des elektrischen Stromes beruht.


Sie ergibt im Gegensatz zur Wärme-Wasser-Kalorie eine präzisere Messung. Seit Januar 1978 ist nun international die alte Maßeinheit (Kilokalorie; kcal) für den Energiewert der Nahrung völlig verändert.


Da sich sicherlich diese Bezeichnung noch nicht bei jedem von uns eingeprägt hat, wird hier auch noch von Kalorien die Rede sein.

Für die Umrechnung sollte man sich diese Werte einprägen:


1 Kilojoule (kJ) = 0,24 Kilokalorien (kcal)

1 Kilokalorie (kcal) = 4,186 Kilojoule (kJ)

Die Energiewerte der Hauptnährstoffe betragen je Gramm:

Fett 38,9 kJ (9,3 kcal),

Eiweiß 17,2 kJ (4,1 kcal),

Kohlenhydrate 17,2 kJ (4,1 kcal),

Alkohol 29,3 kJ (7,0 kcal).


Der tägliche Energiebedarf des Menschen ist weitgehend von seinen Leistungen abhängig. Aber auch bei völliger körperlicher Ruhe wird zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und der Körpertemperaturen ein gewisser Stoffumsatz benötigt: der Grundumsatz.


Die Grundumsatzwerte sind von Alter, Geschlecht, Körpergröße und -gewicht abhängig.


Beschäftigen wir uns nun etwas eingehender mit den Nähr- und Wirkstoffen.


 

5. Kapitel: Eiweiß

Eiweiß (Protein) ist für Aufbau, Erhaltung und Erneuerung der Körpersubstanz von großer Bedeutung. Es ist lebenswichtig und unersetzlich. Warum?


Eiweißstoffe sind stickstoffhaltige Stoffe, und ihre Bausteine sind Aminosäuren. Bisher sind 25 verschiedene Aminosäuren bekannt, wobei 8 als lebenswichtig gelten.


Diese sogenannten „essentiellen“ Aminosäuren kann der Organismus selbst nicht bilden; wir müssen sie also mit der Nahrung zuführen.


Etwa 36% der Eiweißzufuhr sollten tierischer Herkunft sein, da tierisches Eiweiß wertvoller ist als pflanzliches. Als biologisch wertvoll gelten die Eiweißstoffe von Milch, Fleisch, Fisch, Eiern und Käse, denn sie sind dem menschlichen Protein ähnlicher.

Die Mindestmenge an Eiweißzufuhr pro Tag und pro kg Körpergewicht beträgt für Erwachsene 1 g. Kinder, Jugendliche und alte Leute sollten 1,2 g/kg täglich zu sich nehmen.


Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, ist es bei der Durchführung einer SchlankheitsLebensweise ganz besonders wichtig, dem Organismus die vorgeschriebene Menge Eiweiß zu geben. Eine überhöhte Eiweißzufuhr schadet dem Gesunden nicht, eine zu niedrige jedoch führt zwangsläufig zu schweren Schäden.


„Es muss unser Anliegen sein, den Fettverbrauch abzubauen“


 

6. Kapitel: Fett

„Fett: Energiespender und Dickmacher“ – „Besser weniger als zu viel“ – „Fett als Alleinschuldiger am Übergewicht“. Dies und anderes mehr liest man in Fachbüchern und Fachzeitschriften.


Nach neuesten Erkenntnissen – es handelt sich dabei um wissenschaftliche Versuche, die einen Gewichtsverlust bei fettreicher Nahrung belegen – scheint dieser Glaube überholt zu sein.


Es ist dennoch erforderlich zu wissen, welche Arten von Fett wir zu uns nehmen und was wir an Nahrung neben den Fetten unserem Körper geben.


Fette sind chemisch gesehen eine Verbindung von Fettsäuren und Glyzerin. Die Eigenschaften der einzelnen Fette und ihre Qualität als Nahrungsmittel hängen im Wesentlichen von der Art der mit Glyzerin verbundenen Fettsäuren ab.


Wir unterscheiden drei Arten von Fettsäuren:


1. Gesättigte Fettsäuren sind Säuren ohne Doppelbindung. Sie sind fest, stabil und wenig veränderlich, was bedeutet, dass sie von fester Konsistenz sind.

2. Ungesättigte Fettsäuren sind Säuren mit einer Doppelbindung und deshalb nicht ganz so stabil. Mengenmäßig am häufigsten ist die Ölsäure, die in allen Fetten zu 6-80% enthalten ist.

3. Hochungesättigte Fettsäuren sind Säuren mit mehr als einer Doppelbindung, deshalb sind sie aktiv und elastisch. Am bekanntesten ist die Linolsäure. Sie muss im Gegensatz zu den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, die der Organismus selbst bilden kann, mit der Nahrung aufgenommen werden. Aus diesem Grund erhielt sie auch die Bezeichnung „essentiell“ = lebensnotwendig.


Linolsäure kommt besonders vor in Mais Keim-Öl mit 51-58%, in Sojaöl mit 50-60%, in Sonnenblumenöl mit 46-55% und in Weizenkeimöl mit 45-65%. Leider beobachtet man bei diesen hochungesättigten Ölen eine schlechte Haltbarkeit. Der Zutritt von Sauerstoff (Luft) bewirkt ein schnelles Ranzig werden des Öles.


Die hochungesättigten Fettsäuren spielen eine große Rolle bei einem überhöhten Cholesterinspiegel (Blutfettgehalt).

Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren, die eine Erhöhung des Blutcholesterins bewirken, senken die hochungesättigten Fettsäuren den Blutfettgehalt. Doch ist es auf jeden Fall notwendig, vor Beginn dieser Ernährungsweise einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen, um den Cholesterinspiegel feststellen zu lassen.


Wird bei einer Untersuchung zu hoher Blutfettgehalt festgestellt, muss der Patient bestimmte Lebensmittel aus seiner Ernährung streichen. Zu ihnen gehören an erster Stelle die gesättigten Fettsäuren (Margarine, Schmalz).


Es kann nicht ausgeschlossen werden, eine Erhöhung des Blutcholesterins mit Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose und Herzinfarkt in Zusammenhang zu bringen.


Doch muss man ebenfalls bemerken, dass diese Probleme nicht allein einer überhöhten Fettzufuhr zugeschrieben werden dürfen. Maßgeblich beteiligt hierbei sind die Kohlenhydrate.


Hinweis: Hier ist zu sagen, dass nicht ein Zuviel an Fett, sondern ein Mangel an hochungesättigten Fettsäuren und ein Zuviel an Kohlenhydraten die Ursache für überhöhte Blutfettwerte sind.


Der besondere Wert des Fettes für unsere Ernährung liegt in seiner Eigenschaft als größter Energielieferant, in seiner Geschmacksaufwertung der Speisen und als Lösungsmittel für Vitamine.


Darüber hinaus weist das Fett eine kleinere Volumenbelastung des Verdauungstraktes auf, was wir von den anderen Nährstoffen nicht sagen können. Ein unangenehmes Völlegefühl unterbleibt, und ein hoher Sättigungswert stellt sich ein.


Wir unterscheiden pflanzliche Fette (Öle) und tierische Fette (Butter, Schmalz, Talg). Die Fettsäuren, das haben wir schon gehört, bestimmen darüber, ob ein Fett chemisch gesehen „fest, nicht so stabil oder aktiv und reaktionsfreudig“ ist, ob es bei einer bestimmten Temperatur fest, streichfähig oder flüssig ist. Kokosfett enthält bis zu 86% gesättigte Fettsäuren, es ist also fest. Butter enthält bis zu 63%, und wir wissen, dass sie im Gegensatz zum Plattenfett in der Sonne schmilzt.


Normale Margarine enthält bis zu 60% gesättigte Fettsäuren und Schmalz vom Schwein 43%. Eine Diätmargarine, die auch kühl gestellt streichfähig bleibt, enthält 23%. Öle, die bei Zimmertemperatur flüssig sind, liegen unter 15%, nur Rüb- und Olivenöl haben mit 20% beziehungsweise 16% einen relativ hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Sie erreichen im Kühlschrank eine feste Konsistenz.


Soll nun pflanzliches dem tierischen Fett vorgezogen werden? Man kann das so generell nicht bejahen. Ein Beispiel zeigt uns, dass auch tierisches Fett, und zwar der aus der Dorschleber gewonnene Lebertran, mit mehr als 20% an hochungesättigten Fettsäuren an der Spitze aller Fette liegt.


An dieser Stelle ist es angebracht, nochmals auf die Ernährung der Eskimos zu verweisen. Diese müssen zwangsläufig auf Kohlenhydrate verzichten, und ihre Ernährung besteht vorrangig aus Fleisch und Fett der erlegten Tiere. lang erster Linie aber aus Fischen, deren Fett reich ist an hochungesättigten Fettsäuren.


Nun soll das nicht bedeuten, dass wir unsere Ernährung hauptsächlich mit Lebertran bestreiten müssen. Distel-, Mais- oder Sonnenblumenöl, aber auch gleichwertige Diätmargarinen sind bei unserer Ernährung von großer Bedeutung.


In Zukunft wird das antarktische Krill-Öl und das Kokosöl die Führung übernehmen: Omega-3-hochungesättigte Fettsäuren, sie sollen 1:1 verwendet werden.


Viele essen gerne einmal ein Schnitzel, Pommes frites, Chickenwings und oder frittierten Fisch...

Diese Produkte haben eines gemeinsam: Sie werden frittiert.


Beim Frittieren wird Essen in heißes Öl eingetaucht.


Jetzt gibt es eine gute und schlechte Nachricht für Sie:


Zuerst die schlechte: Es gibt Öle, die absolut ungesund und gefährlich zum Braten und Frittieren sind (mehr dazu unten).

Hier die gute Nachricht: Es gibt Öle, die man bedenkenlos zum Braten oder Frittieren nutzen und Ihre Gesundheit fördern.


Ja, jeder kann frittierte Lebensmittel essen, wenn man das beachtet:


Die ideale Temperatur zum Frittieren liegt zwischen 176°C und 190°C.


Beim Braten kann die Pfanne auch bis zu 200°C heißt werden.


Das Dumme ist nur, dass viele Öle solche Temperaturen nicht aushalten und anfangen zu Rauchen. Das ist der so genannte Rauchpunkt. Jedes Öl hat seinen eigenen Rauchpunkt.


Fängt das Öl an zu rauchen, wird ein Stoff namens "Acrolein" freigesetzt, der extrem giftig ist.


Jetzt könnte man einfach mit niedrigerer Temperatur frittieren, aber auch das ist doof, denn dadurch kann das Öl in das Essen gelangen und macht es so ungenießbar.


Öle, die hauptsächlich aus gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen eignen sich am besten zum Braten oder Frittieren, da sie bei großer Hitze am stabilsten sind.



Jetzt eine sehr gute Nachricht:

Es gibt Öle, die diese Bedingungen erfüllen. Sie sind hitzestabil UND gesund UND schmecken gut (vielen jedenfalls).

So ein "Super Öl" ist: Kokosöl.


Über 90 % der Fettsäuren in Kokosöl sind gesättigt, was zu einer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze führt. Es wurde lange angenommen, dass die gesättigten Fettsäuren in Kokosöl ungesund sind, aber neue Studien zeigen, dass das nicht der Fall ist.


Kokosöl hat noch zahlreiche andere Vorteile:

Es kann zum Beispiel dabei helfen schädliche Viren und Bakterien abzutöten und ist sogar im Kampf gegen Bauchfett sehr hilfreich.

Man fand heraus, dass Kokosöl selbst nach mehreren Stunden ununterbrochenen Frittierens nicht an Qualität verliert.


Das ist die gute Seite...


Es gibt auf der anderen Seite Öle, die ganz und gar nicht zum Frittieren oder Braten geeignet und extrem ungesund sind!

Das beste Beispiel hierfür sind industriell verarbeitete Pflanzenöle!


Sie enthalten extrem viele ungesättigte Fettsäuren und ihr Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren ist schrecklich. Außerdem sind bis zu 4% der enthaltenen Fettsäuren giftige Transfette.


Das ist eine Liste von Ölen, die besser nicht mehr benutzt werden sollten:


- Soja-Öl

- Maazel

- Raps Öl

- Baumwoll-Saat-Öl

- Färberdistel-Öl

- Reis-Kleie-Öl

- Traubenkern-Öl

- Sonnenblumen-Öl und

- Sesam-Öl


In vielen, alltäglichen Lebensmitteln wie beispielsweise in Brot, Salatsaucen, Mayonnaise, Chips, in gebackenen Lebensmitteln oder auch in Protein Riegeln versteckt sich eines der SCHLIMMSTEN Öle überhaupt.


Wenn Ihnen Ihre Gesundheit, Ihr Herz, Ihr Gedächtnis und Ihre Figur wichtig sind, sollten Sie diese Öle niemals in Ihre Nähe kommen lassen.


Kokosöl zum Braten und Krill Öl (enthält Astraxanthin) in Kapseln, 2 x täglich. 1, für die Balance der 3-fach ungesättigten und 6-fach ungesättigten Fettsäuren, um 1:1 zu erreichen, - ist die Empfehlung für die Zukunft -, derzeit ist diese Balance mit 20:1 nicht gegeben.


 

7. Kapitel: Kohlenhydrate

Alle Kohlenhydrate haben einen chemischen Grundaufbau. Ihre Bezeichnung lässt sich daraus erklären, dass sie „Hydrate“ (Wasserverbindungen) des Kohlenstoffes sind, zusätzlich noch Wasser- und Sauerstoff enthalten, und das im gleichen Verhältnis zum Wasser.


Wir unterscheiden die Kohlenhydrate in


Einfachzucker oder Monosaccharide,

Mehrfachzucker oder Oligosaccharide und

Vielfachzucker oder Polysaccharide.


Einfachzucker (Monosaccharide) lassen sich nicht durch eine weitere Spaltung zerlegen. Traubenzucker (Glucose) kommt in allen süßen Früchten frei vor und besitzt eine geringere Süßkraft als Fruchtzucker (Fructose), der in zahlreichen Früchten und im Honig zu finden ist und als der süßeste aller Zucker bezeichnet werden kann.


Außerdem zählt zu dieser Gruppe noch Schleimzucker (Galactose), der aus dem Milchzucker kommt.


Die wichtigsten Mehrfachzucker (Oligosaccharide) sind die Zweifachzucker (Disaccharide). Unter ihnen nehmen Rüben- oder Rohrzucker (Saccharose), Malzzucker (Maltose) und Milchzucker (Laktose) den wichtigsten Platz ein.


Der Rüben- oder Rohrzucker (Saccharose) besteht aus Glucose und Fructose. Er kann durch Zellwände eindringen, wird aber vom Blut erst nach dem Abbau zu Einfachzucker aufgenommen. Er ist nicht direkt vergärungsfähig, sondern muss vorher durch Fermentation abgebaut werden.


Der Malzzucker (Maltose) besteht aus der Verbindung zweier Glucosemoleküle. Er entsteht enzymatisch aus Stärke. Beim Keimen der Gerste wird die Stärke des Getreidekorns zum Malzzucker abgebaut. Auch bei der Verdauung im Dünndarm wird die Stärke zu Maltose gespalten.


Der Milchzucker (Laktose) ist eine Verbindung von einem Molekül Glucose und einem Molekül Galaktose zu einem Disaccharidmolekül. Laktose ist in der Milch enthalten und somit ein tierisches Kohlenhydrat, das aus pflanzlichen Kohlenhydraten im Tierkörper entstanden ist.


Die dritte Gruppe sind die Vielfachzucker.


Diese zuckerähnlichen Polysaccharide (Stärke, Glykogen, Zellulose) sind Verbindungen aus vielen Monosacchariden, deren Moleküle lange Ketten bilden und durch Glycoseverbindungen verknüpft sind.


Es handelt sich um hochmolekulare Substanzen, die ganz andere Eigenschaften haben als die Einfachzucker. Sie schmecken nicht süß, lösen sich nicht in Wasser und bilden keine Kristalle.


Die Stärke gilt als Reservestoff der Pflanzen. Sie entsteht in den Blättern und geht von dort in die Knollen, Wurzeln und Samen der Pflanzen. Stärke, die in einem großen Teil unserer Nahrungsmittel vorhanden ist, finden wir hauptsächlich in Mehl, Nudeln, Brot, Reis, Kartoffeln, auch in Hülsenfrüchten.


Das Glykogen (Leberstärke) ist das Reservekohlenhydrat des tierischen Organismus und chemisch eng verwandt mit der pflanzlichen Stärke. Glykogen wird vor allem in der Leber, aber auch in kleinen Mengen in den Muskeln gespeichert.


Die Zellulose bedeutet für Pflanzen die lebenswichtige Gerüst- und Stützsubstanz und ist somit Hauptbestandteil aller pflanzlichen Nahrungsmittel. Zellulose besteht aus mehreren tausend Traubenzuckermolekülen in einem Molekül Zellulose.


Der menschliche Organismus besitzt keine Enzyme, um Zellulose abzubauen, d.h., er scheidet sie ungenutzt wieder aus.


 

8. Kapitel: Vitamine

Vitamine sind Wirkstoffe, d.h., sie sind Stoffe mit hoher Wirksamkeit für den Organismus – also keine Energiespender. Schon in kleinsten Mengen sind sie für den Ablauf wesentlicher Körperfunktionen unentbehrlich.


Doch kann der Körper selbst keine oder nur teilweise Vitamine bilden, so dass sie unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden müssen.


Weitere Bezeichnungen sind „Lebensstoffe“, „Ergänzungsstoffe“ und „Schutzstoffe“, die ebenfalls ausdrücken, welchen Wert Vitamine für uns haben. Das Wort „Vitamine“ setzt sich zusammen aus „vita“ (lat.: Leben) und „amine“ (stickstoffhaltig).

Wir behalten diese Bezeichnung auch heute noch bei, obwohl sich erwiesen hat, dass die meisten Vitamine nicht stickstoffhaltig sind.

Die Vitamine werden in zwei große Gruppen eingeteilt. Die erste ist die der fettlöslichen, auf die wir ein besonderes Augenmerk werfen wollen, und die zweite ist die der wasserlöslichen. Zu den fettlöslichen Vitaminen, die nur in Verbindung mit Fett in unserem Körper aufgeschlossen und von ihm genutzt werden können, gehören die Vitamine A, D, E und K.


Vitamin A kommt in Hühnereigelb, Leber, Vollmilch, Butter, Käse und besonders in Fischleberölen (Lebertran) vor. Bei Mangel an Vitamin A wird das Sehen im Dunkeln bis zur völligen Nachtblindheit herabgesetzt, auch die Widerstandskraft der Haut und Schleimhaut sinkt.


Provitamin A (Carotin) finden wir reichlich in den Pflanzen – Karotten, Bohnen, Tomaten, Erbsen, Spinat –, auch in Butter, Milch, Käse und Kartoffeln. Es fehlt gänzlich in Mehl und in fast allen pflanzlichen Fetten (Ölen).


Mangelerscheinungen leichter Art machen sich bemerkbar durch Wachstumsverzögerungen bei Kindern, im Stoffwechsel, beim Aufbau der Haut (Schönheitsvitamin) und auch durch Nerven- und Knochenveränderungen.


Vitamin D kommt reichlich in Lebertran (Hering, Lachs, Thunfisch), aber auch in Butter, Milch und Eigelb vor. Die sichtbaren Merkmale des Vitamin-D-Mangels sind für den Laien erst dann erkennbar, wenn bereits Schäden eingetreten sind.


Ein typisches Erscheinungsbild zeigt die Rachitis oder Englische Krankheit. Durch eine Mineralverarmung durch höheren Phosphor- und Kalziumverlust verarmen die Knochen an Kalk. Es kommt daher zu den charakteristischen Knochenverbiegungen und -verkrümmungen.


Vitamin E kommt besonders reich vor in Getreidekeimlingen. Außerdem ist es in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und in geringer Menge in grünen Gemüse und Salaten sowie in Leber, Eigelb, Milch und Butter vorhanden. Vitamin E wird als Fortpflanzungsvitamin bezeichnet, und Mangelerscheinungen deuten in bisherigen Forschungsergebnissen eigentlich nur auf mangelnde Stillfähigkeit und Unfruchtbarkeit oder Fehl- oder Frühgeburten hin.


Vitamin-K-haltige Nahrungsmittel sind alle grünen Pflanzen, vor allem Kohlsorten (Grünkohl) und Spinat, aber auch Tomaten, Leber und Milch, Eier und Butter, in denen nur geringe Spuren zu finden sind.


Vitamin K hat eine wesentliche Funktion bei der Blutgerinnung. Es kann im Dickdarm durch die Darmbakterien gebildet werden. Mangelerscheinungen treten auf durch eine Störung der Blutgerinnung, damit gekoppelt sind die Gefahren erhöhten Blutverlustes und die Begünstigung der Anämien.


Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören die der B-Gruppe, Panthotensäure (B5) und Folsäure sowie C und H (Biotin).


Vitamin B1 kommt in allen Vollkornprodukten, Schweinefleisch, Leber, Nieren, Sojabohnen und besonders in Hefe vor. Auch in Gemüse ist es in Spuren vorhanden.


Bei erhöhter Kohlenhydratzufuhr steigt der Bedarf an Vitamin B1, das einen spezifischen Geruch und Geschmack hat. 


Mangelerscheinungen zeigen sich durch Nervosität, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Herzstörungen.


Vitamin B2 ist vorhanden in Hefe und Getreidekeimlingen, in Niere, Herz und Leber sowie in geringeren Mengen in Fleisch, Eiern, Milch, Käse, Fisch, Gemüse, Kartoffeln und Obst.


Mangelerscheinungen äußern sich in Haut- und Schleimhautentzündungen, Einrissen an den Mundwinkeln, rasche Ermüdung und brüchigen Fingernägeln.


Vitamin B6 ist wichtig für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, ebenso für die Blutbildung. Die reichste Quelle ist in der Hefe. Aber auch in Weizenkeimen, in der Leber und in Fischen finden wir es in relativ großen Mengen. Mangelerscheinungen äußern sich in Haut- und Schleimhautentzündungen, Blutarmut, Übererregbarkeit und Krämpfen.


Vitamin B12 wird als Blutreifungsvitamin bezeichnet. Sein Fehlen erzeugt infolge einer Störung beim Aufbau der roten Blutkörperchen eine besondere Form der Blutarmut. Vitamin B12 kommt vor in Leber, Nieren, Fleisch und im Eigelb.


Niacin (Vitamin PP) wird ebenfalls zum B-Komplex gezählt, und man kann sagen, dass kein Vitamin so vielfältig mit Zellstoffwechselvorgängen verknüpft ist. Sein Fehlen in der Nahrung ist meist gleichzeitig mit einem Mangel an anderen B-Vitaminen verbunden.


Ein typisches Krankheitsbild ist die „Pellagra“ (pella agra = raue Haut), bei der Hautveränderungen eintreten.


Niacin finden wir in Leber und Hefe, aber auch in Fisch, Fleisch und Kartoffeln.


Panthotensäure (B5) ist besonders reichlich in Hefe, aber auch in Leber, Eigelb, Milch, Obst und grünen Pflanzen enthalten. Mangelerscheinungen treten nicht signifikant hervor.


Folsäure (Vitamin M) ist hauptsächlich zu finden in Leber. Weizenkleie, Mangold und Spargel, auch in Hülsenfrüchten. Die Bakterien der menschlichen Darmflora können Folsäure aufbauen. Bei starken Penicillin gaben wird ihre Tätigkeit jedoch lahmgelegt.


Vitamin C ist das bekannteste aller Vitamine. Seine wichtigsten Quellen sind in Obst und Gemüse, aber auch in der Leber.


Vitamin H (Biotin) kommt besonders reichlich in Hefe, Eigelb, Milch, Niere, Leber und Getreide, in geringeren Mengen auch in Haselnüssen, Gemüse, Johannisbeeren, Kartoffeln und Heidelbeerblättern sowie in Kamillentee vor.


Mangelschäden zeigen sich durch Störungen des Nervensystems und in Hautveränderungen.


Q10 - hinter dem Vitaminoid "Coenzym Q10", auch genannt Q-10, Ubichinon-10 oder UQ, verbirgt sich ein fettlösliches Molekül, das in seiner Struktur dem Vitamin K und dem Vitamin E ähnelt. Q10 ist für gesunde Menschen nicht essentiell. Q10 spielt eine große Rolle bei der Energiebereitstellung in den Körperzellen.


 

9. Kapitel: Mineralstoffe, Spurenelemente und Wasser

Mineralstoffe, Spurenelemente sind anorganische Nahrungsbestandteile.


Wasser steht in unserem Organismus mengenmäßig an erster Stelle. 64-70% des Körpergewichtes eines Erwachsenen entfallen auf Wasser. Ein 70 kg schwerer Mensch, für den täglich ein Bedarf von 35 ml pro kg Körpergewicht angenommen wird, benötigt demnach eine Flüssigkeitsaufnahme von 2 - 2,5 Liter.


Das heißt aber nicht, dass nun täglich diese Menge getrunken werden soll. Bei einer normalen Ernährung bleibt ein Rest von etwa 1 Liter, da durch Obst, Gemüse, Suppen und dergleichen schon ein Teil des Flüssigkeitsbedarfs gedeckt ist.


Das Wasser übernimmt im menschlichen Organismus die Aufgaben als Transport-, Lösungs- und Quellmittel. Die Nährstoffe werden mit Hilfe des Wassers gelöst, in die Blutbahn und von dort in die Zellen transportiert. Eine weitere Funktion übernimmt das Wasser beim aufquellen von Stärke in den Lebensmitteln.


Wasser ist unentbehrlich für die Aufrechterhaltung unseres Stoffwechsels. Während der menschliche Körper bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr das Fehlen jeglicher Nahrung über einige Wochen ertragen kann, führt ein Wasserentzug schon nach kurzer Zeit zu schweren Störungen.


Mineralstoffe tragen zum störungsfreien Ablauf aller Stoffwechselvorgänge bei. Eine ausreichende Versorgung von Kalzium, Phosphor, Natrium, Kalium, Magnesium, Chlor und Schwefel ist erforderlich.


Kalzium dient als Stütz- und Gerüstsubstanz in Knochen und Zähnen. Ferner hat es eine wichtige Funktion bei der Blutgerinnung.


Phosphor ist am Zellaufbau bestimmter Zellstrukturen beteiligt, daneben hat er lebenswichtige Funktionen innerhalb der Stoffwechselvorgänge und wirkt im Blut bei der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes mit.


Natrium hat seine wichtigste Aufgabe im Wassertransport und in der Wasserbindung in unserem Körper.


Kalium befindet sich vorwiegend im Zellinnern, im Gegensatz zu Natrium, das besonders in den Körperflüssigkeiten vorkommt. Auf das Nerven- und Muskelsystem wirkt Kalium erregbarkeitssteigernd.


Magnesium steht funktionell in engen Beziehungen zu Kalzium.


Chlor befindet sich wie Natrium überwiegend in der extrazellulären Flüssigkeit, also außerhalb der Zellen. Da es zusammen mit Natrium Bestandteil des Kochsalzes ist, übt es in dieser Form die gleichen Funktionen aus.


Schwefel ist Bestandteil lebenswichtiger Aminosäuren.


Gegenüber den bisher aufgeführten anorganischen Elementen treten die übrigen an Menge zurück. Man bezeichnet sie deshalb als Spurenelemente. Lebenswichtig davon sind Eisen, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan und Zink.


Vielleicht werden Sie sich fragen: „Wozu diese Erläuterungen über den Gehalt unserer Nahrungsmittel? Eigentlich möchte ich nur meine Kilo loswerden“. Es ist richtig, die Kenntnis über die Zusammensetzung unserer Ernährung allein genügt nicht, wenn wir überschüssigen Kilo den Kampf ansagen. Doch genügt es auch nicht, sich bei der Durchführung einer Ernährungsumstellung zu diesem Zweck nur darauf zu beschränken, den Kaloriengehalt der einzelnen Lebensmittel zu kennen. Mit anderen Worten: Das Kalorienzählen ist ein Trugschluss, denn es führt nicht zum Abnehmen.


Wir müssen versuchen, umzudenken, wobei das Alter keine Rolle spielt. Sicher wird einige Zeit verstreichen, bis die Skepsis dem Neuen gegenüber gewichen ist. Dies tritt spätestens dann ein, wenn der Erfolg einsetzt; und mit ihm ist zu rechnen, wenn Sie statt der Kalorien die Kohlenhydrate zählen.


Vielleicht haben Sie schon auf irgendeine Weise versucht, lhr Gewicht zu reduzieren. Wir werden ja ständig mit einer Vielzahl von Abmagerungskuren konfrontiert. So zum Beispiel die Hollywood Lebensweise oder -kur (auch Mayo-Lebensweise genannt), bei der man sich vorwiegend von Eiern ernähren soll, und das möglichst 2-3 Wochen lang, bei einer täglichen Kalorienzufuhr von 600.

Oder die Apfeldiät. Erlaubt sind 6 Äpfel pro Tag plus Tee aus Apfelschalen. Wie aber, ist hier zu fragen, soll ein Mensch dabei arbeiten? Es bedarf keiner großen Überlegung, um zu wissen, wie lange man dies durchführen kann.Ebenso ist die Bananen-Milch-Lebensweise ganz sicherlich nur an zwei Tagen in der Woche durchzuführen. Auch Buttermilch Lebensweise oder Haferflockendiät, Knäckebrot- oder Mayonnaisediät, Milch-, Semmel- oder Nudeldiät, Ananas- oder Sauerkraut Lebensweise sind nicht über einen längeren Zeitraum erlaubt.


Diese auf starke Einseitigkeit angelegten Lebensweisen sind darauf abgestimmt, nur ein Symptom zu kurieren, nicht aber zu helfen, unsere insgesamt festgefahrenen Essgewohnheiten umzustellen. Deshalb stellt sich nach jeder „Blitz-Kur“ die Frage, wie es weitergehen soll.


Was werden wir essen? Der Hunger ist groß, da wir ja einige Tage enormen Verzicht auf alles, was der Körper ansonsten benötigt, geleistet haben. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass man bald wieder mit dem alten Trott anfängt. Das Problem stellt sich dann von neuem.


Nun gibt es viele Normalgewichtige, die – sei es an Festtagen oder zu anderen festlichen Anlässen – zu viel gegessen haben und sich unwohl fühlen. Für solche Fälle ist eine Blitz-Lebensweise nicht unvorteilhaft, da sie ohne ärztliche Kontrolle ruhig einmal zwei Tage durchgeführt werden kann. Allerdings wird sich bei übergewichtigen oder fettsüchtigen Personen hier kein Erfolg einstellen.

Neben diesen Blitz-Lebensweisen gibt es die sehr viel verbreiteteren „klassischen Lebensweisen“, die alle eine Einschränkung der täglichen Joule (Kalorien) vorsehen. Doch wem macht es schon Freude, alles abzuwiegen und mit dem Rechenstift am Tisch zu sitzen.


Es kostet Mühe, die sich schon deshalb nicht lohnt, weil wir wissen müssen, welche Joule (Kalorien) wir mit der Nahrung zuführen. Joule ist nicht gleich Joule.


Beispielsweise haben Untersuchungen von Wissenschaftlern zu dem Ergebnis geführt, dass bei einer täglichen Zufuhr von 1000 Kohlenhydrat-Joule (-Kalorien) kein Gewichtsverlust zu verzeichnen ist, wohl aber bei einer 1000 Eiweiß-Fett-Joule Zufuhr.

Dadurch erklärt sich möglicherweise die Frage, warum sehr viele Übergewichtige keinen Erfolg mit einer Joule armen (kalorienarmen) Lebensweise verbuchen können. 


Weiter konnte in Untersuchungen nachgewiesen werden, dass sich der Organismus der betreffenden Personen bei einer Joule-Reduktion (Kalorienreduktion) umstellen kann.


Ein Beispiel wird uns dies plausibel machen.


Nehmen wir eine Friseurin, die aufgrund ihrer Tätigkeit täglich 11302 Kilojoule (2700 Kilokalorien) zu sich nehmen darf. In ihrer Nahrung sind jedoch nur 6279 Kilojoule (1500 Kilokalorien) enthalten. Hinzu kommt, dass sie als Ausgleich zu ihrer Tätigkeit abwechselnd schwimmt, Tennis spielt und Gymnastik treibt.


Trotz der Reduzierung und des Ausgleichssportes verliert sie kein Gramm Gewicht.


Hier bestätigt sich die These, dass Personen bei einer Joule armen Lebensweise tatsächlich einen niedrigen Energieverbrauch haben, d.h., der Körper verbrennt weniger Joule (Kalorien).


Hinzu kommt, dass sich bei längeren Einhalten dieser Lebensweise der Grundumsatz (Erhaltungsstoffwechsel) umso mehr herabsetzt und der Gewichtsverlust geringer ausfällt.


Weitere Gründe, warum die Joule Reduzierung (Kalorien Reduzierung) nicht zu einer langfristigen Lebensweise werden kann, sind sowohl ein permanentes Hungergefühl als auch das ausbleibende Erfolgserlebnis.


Sicherlich gibt es Menschen, die zu einem erstaunlichen Verzicht fähig sind. Doch werden es gewiss nicht viele sein, die von sich sagen können, dass sie bei einer Kost von 4186 kJ (1000 kcal) oder 6279 kJ (1500 kcal) den ständigen Hunger unterdrücken können.


Eine Zeitlang ist das wohl auszuhalten. Ob in dieser Zeitspanne aber auch das Normalgewicht erreicht wird, ist fraglich.


Um das Hungergefühl nicht immer so stark aufkommen zu lassen, greift man dann schnell zu den sogenannten Appetitzüglern. Nicht selten treten dabei schädliche Nebenwirkungen auf. Einige Präparate wurden wegen ihrer Suchtgefahr und des Lungenhochdrucks auch wieder aus dem Handel zurückgezogen.


Neben den bisher erwähnten Lebensweisen kennen wir noch die Null Lebensweise (Fastendiät). Auch bei dieser Diät, die nur unter ärztlicher Aufsicht (Sanatorium oder Krankenhaus) durchgeführt werden sollte, wird die Zeit danach zum eigentlichen Problem.


Die meisten Personen, die in 14 Tagen bei Saft, Tee oder Mineralwasser ihr Gewicht reduzieren konnten, haben Mühe, es zu halten.

Die Versuchung ist groß. In den Alltagstrott zurückgekehrt, sollen sie all den Verlockungen, denen sie vorher schon schlecht widerstehen konnten, standhalten. Und wer will schon gleich wieder diese nicht ganz billige Prozedur auf sich nehmen?

Die verschiedenen Schlankheitsmittel, kalorienarme Fertiggerichte, kochsalzfreie Ernährungsmethode, Massagegeräte, wassertreibende Mittel oder Saunabesuche, die alle erfolglos bleiben, werden hier nur aufgezählt, nicht aber ausführlich behandelt.


Grund genug also, danach zu fragen, ob es nicht doch einen anderen Weg der Gewichtsabnahme gibt? Ob die Lebensweise nicht doch etwas anderes sein kann als die erwähnten Formen der kurzfristigen Gewichtsreduzierung?


Es ist in diesem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant darauf hinzuweisen, dass das aus der griechischen Sprache abgeleitete Wort „diaeta“ so viel wie „gesunde Lebensweise“ oder „gesunde Lebensart“ bedeutet.


Unter Lebensweise versteht man in diesem Sprachgebrauch keine einmalige Methode der Gewichtsabnahme, sondern ein langfristiges Programm – eine Lebensweise.


Genau genommen dürfte demzufolge bei den erwähnten Abmagerungskuren von Lebensweise also nicht gesprochen werden.


Zurück zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen. lang den Ausführungen wurde dargestellt, dass die auf Joule (Kalorien) aufgebaute Ernährung in physiologischer Hinsicht für den menschlichen Organismus schlecht abschneidet.


Deshalb kann ihr auch kein Vorrang eingeräumt werden.


Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass die Bestandteile unserer Nahrung von der Qualität her verschieden sind. Es ist in unserem Interesse, den Schwerpunkt in unserer Ernährung auf die Einschränkung der Kohlenhydrate zu legen.


Bei einer starken Reduzierung der Kohlenhydrate führt Fett nicht zu einer Erhöhung des Gewichtes. Diese Feststellung belegen Versuchsreihen verschiedener Institute. Die Ergebnisse liefen alle in die gleiche Richtung:


Abnahme bei fettreicher und kohlenhydratarmer Kost.


Den Testpersonen wurde über einen längeren Zeitraum hinweg eine Kost verabreicht, die weitgehend aus Maiskeim Öl, in einem Falle auch aus Butter und Olivenöl bestand.


Der Eiweißanteil war ebenfalls erhöht und der Kohlenhydratanteil extrem niedrig gehalten worden.

Fazit dieser Versuchsreihe war:


Fett führt nicht zu einer Gewichtserhöhung, wenn die Kohlenhydrate aus der Ernährung fernbleiben. In allen Fällen war eine konstante Gewichtsabnahme zu beobachten.


Wir haben bisher schon gehört, dass Eiweiß und auch Fett für den menschlichen Organismus lebensnotwendig (essentiell) sind, was von den Kohlenhydraten nicht gesagt werden kann.


Es gibt folglich auch keine Kohlenhydratmangelerscheinungen, die zu einer Krankheit führen.


Begleitend hierzu sei vermerkt, dass der Stoffwechsel bei Fehlen der Kohlenhydrate in unserer Nahrung imstande ist, den für die Erhaltung der Lebensvorgänge erforderlichen Traubenzucker (Glucose) selbst zu bilden.


Dazu müssen dem Organismus ausreichend Eiweiß und Fett, sei es als Körpersubstanzen oder als Nahrungsstoffe, zur Verfügung stehen.


Es ist betont hervorzuheben, dass die Durchführung dieser Kost nicht ohne vorherige Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker vollzogen werden sollte.


Eine Kontrolle des Blutfettspiegels mit Beginn der Ernährungsumstellung darf nicht vergessen werden. Ebenso ist die Einnahme von Vitaminkapseln (Multivitamin-Mineralpräparate) zur optimalen Versorgung des Organismus mit den Vitaminen A, C und denen der B-Gruppe zu empfehlen.


Doch der behandelnde Arzt, Naturarzt oder Heilpraktiker kann nach einer Untersuchung am besten beurteilen, was als Ergänzung noch fehlt. Es ist keinesfalls anzuraten, bei eventuell anfänglichen Verdauungsschwierigkeiten ein Abführmittel einzunehmen.


Ebenso sollte man auf alle entbehrlichen Medikamente, wie Schlaftabletten und jegliche Tablette gegen Kopfschmerzen verzichten.


Versuchen Sie, Ihre Verdauung mit 1-2 Teelöffel Kleie (ohne Milchzucker) pro Tag zu regeln; und versuchen Sie, mit natürlichen Mitteln gegen Kopfschmerzen anzugehen.


Als Getränke sind Mineralwasser und Tee ungesüßt erlaubt. Auf Früchtejoghurt, Süßwaren, alkoholhaltige Getränke, besonders Liköre, Eis, Obst sowie Gemüse – Zwiebel und wenige Gemüsesorten ausgenommen – sollte verzichtet werden.


Verzichten wir in unserer Ernährung auf Kohlenhydrate, so heißt das nicht, dass wir auch auf gutes Essen verzichten müssen.

Ohne zu hungern, gestalten wir stattdessen unsere Kost interessant und abwechslungsreich.


Ihre Feststellung und Ihr Erfolg bringen den Beweis, wie schmackhaft unser Essen ohne oder mit nur wenigen Kohlenhydraten sein kann. Vorschläge und Pläne sind immer nur gedacht als Anregungen, um eigene Zusammenstellungen zu finden.


 

10. Kapitel: Die Ur-Ernährung des Menschen als logische Konsequenz

Die Erfahrung hat uns die Notwendigkeit vor Augen geführt, diese Lebensweise für das Alltagsleben zu vereinfachen und andererseits den in der Liste angeführten Krankheitsbildern anzupassen; außerdem wurden Fischspeisen in den Diätplan aufgenommen.


Ich stelle klar:


Jede Ernährungsumstellung hat eine medizinische Untersuchung zur Grundlage. Mit dieser Lebensweise kann zwar kein Schaden gestiftet werden, aber es könnten mögliche Risikofaktoren vorübergehend verschleiert werden.


Die hier angegebene Ernährungsweise habe ich nicht nur zur Selbstbehandlung aufgelegt. Das Werk hat die Aufgabe, dem Studenten die medizinischen Lehrveranstaltungen und auch für deren späteren Patienten, deren Beschwerden begreiflich und den Wirkungsmechanismus dieser Lebensweise verständlich zu machen.


Geht es nur ums Abnehmen, behält die ursprüngliche Lebensweise ihre Gültigkeit. Alternativ habe ich jetzt diese vereinfachte Diät, die dem Berufsleben besser angepasst ist, aufgelegt.


Meist bestehen neben dem Übergewicht Beschwerden, die bereits in der Tabelle, siehe oben, aufgeführt sind. Diesen Personen empfehle ich kein Fasten sondern täglich 3 Mahlzeiten und zwischendurch einen Apfel. Migräne leidende essen, in Abhängigkeit von ihren Kopfschmerzen, die erste Woche halbstündlich einen Apfel.


Patienten mit Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Colitis mucosa essen ein Stück Gurke (mit der Schale) oder eine Tomate. Lediglich bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Zittern oder Schweißausbruch ist ein Apfel erlaubt.


Während alle übrigen Patienten auf den Fisch (nicht jedoch in den Salat) Zitrone träufeln dürfen, ist dies bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht erlaubt. Ebenso wenig erlaubt ist bei diesen Patienten Kren (Meerrettich), er wird durch Krautsalat (roh, warm oder als Sauerkraut) ersetzt. Die angegebenen Speisen werden in der üblichen Form gekocht (Rindfleisch) oder gegrillt bzw. gebraten (Schweinebraten, Huhn, Beefsteak, Schweine- oder Kalbskotelett). Von diesen Speisen kann man essen, soviel man will. Ist eine bestimmte Speise nicht verfügbar, so kann sie in einfacher Weise ersetzt werden.


Prinzipiell gilt:


Die angeführten Zutaten gelten für 4 Personen. Von den genannten Speisen dürfen beliebige Mengen gegessen werden. Es darf aber nur das gegessen werden, was ausdrücklich im Speiseplan aufgeführt ist. Zum Würzen dürfen alle Gewürze, Ausnahme von Zitrone und Zwiebel, verwendet werden.


Das Frühstück bleibt im Prinzip immer das gleiche.


Als Getränke sind Kräutertees (siehe Frühstück), Mineral- und Sodawasser erlaubt.


Die Kochrezepte und deren Zubereitung der einzelnen Speisen finden sich im Anschluss in alphabetischer Ordnung.


 

11. Kapitel: Die Kochrezepte

 

Beefsteak

1 kg Rinderfilet (Lungenbraten, Rinderlende), 250 g Suppengrün (Petersilienwurzel, Stück Sellerieknolle, gelbe Rübe), Salz, Rosmarin, Thymian, 1 Lorbeerblatt, Zitronenscheibe, Öl, 1 Esslöffel Kapern

Zubereitung: Einen vorgerichteten, gesalzenen und nicht gespickten Lungenbraten (Rinderfilet oder Lendenbraten) legt man in eine Pfanne, worin man Öl heiß werden und leicht überkochtes, in Scheiben geschnittenes Suppengrün (Petersilie, gelbe Rübe, Sellerie) sowie etwas Rosmarin und Thymian dünsten ließ. Man bedeckt die Pfanne und schiebt sie in das Rohr. Die Brühe, worin die Wurzeln gekocht wurden, säuert man leicht mit Essig und benützt sie zum Begießen des Bratens. Etwas später gibt man zu dem Saft in der Bratpfanne ein Lorbeerblatt und feingehackte Zitronenschalen. Nach 40 Minuten nimmt man den Deckel von der Pfanne und lässt das Fleisch offen fertigbraten. Sobald es gar ist und etwas Farbe hat, hebt man es in eine andere Pfanne, schüttet ein wenig geseihten Saft darüber, stellt die Pfanne mit den Wurzeln auf jähes Feuer, gibt den Bratensaft dazu, gießt diese Soße über den Braten und lässt sie nochmals aufkochen, wobei man feingehackte Kapern beifügt.

 

Brathuhn

2 Brathühner, Salz, 3 Esslöffel Öl

Zubereitung: Junge Hühner putzen, innen leicht salzen und in eine Bratpfanne mit heißem Öl einlegen, wenden, damit die Tiere rundum beölt sind; mit einer Brusthälfte nach unten ins heiße Rohr stellen, nach 10 Minuten auf die andere Brusthälfte legen und dann auf dem Rücken liegend fertigbraten. Dabei wiederholt mit Öl und Eigensaft begießen. Nicht länger als eine halbe bis dreiviertel Stunde braten, weil die Hühner sonst trocken werden.

 

Carpaccio

1 kg Rindslungenbraten (Beefsteak), Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Kapern, Petersilie, 2 harte Eier

Zubereitung: Das Fleisch im Tiefkühler einfrieren und in tiefgekühltem Zustand mit der Brotschneidemaschine in feine Scheiben schneiden. Auftauen lassen. Danach mit Essig und Öl übergießen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit harten Eiern, Petersilie und Kapern garnieren.

 

FISCHPLATTE (siehe Basisernährung)

Räucheraal, Bückling, Makrele, geräucherte Forelle, Lachs und Lachscarpaccio (analog dem Carpaccio mit Beefsteak)

 

FLEISCHPLATTE (Basisernährung)

Kümmelbraten, Schweinebraten, Geselchtes, kalte Stelze, Zunge, OSZE Collo, Bündnerfleisch, Roastbeef, geräuchertes Huhn, geräucherte Gänsebrust, Schinken.

 

Forelle blau

4 Forellen (vom Fischhändler ausnehmen lassen), Essig, Salz, Pfefferkörner, 1 Suppengrün.

Zubereitung: Aus Wasser, reichlich Essig, Salz, zerstoßenen Pfefferkörnern und Suppengrün einen Sud kochen. Nach dem Abseihen den abgeschuppten Fisch in den Sud legen und 10 bis 15 Minuten auf kleiner Flamme ziehen, aber nicht kochen lassen.

 

FRÜHSTÜCK (Basisernährung)

Geräucherte Gänsebrust, geräuchertes Huhn, Osso Collo, Bündnerfleisch, Schinken (fett oder mager, roh oder gekocht), hartgekochte Eier Gurken (roh, mit Schale), Tomaten, Radieschen, grüner Paprika.

Kräutertee (Hagebutten-, Pfefferminz-, Malvenblüten-, Kamillentee).

Zucker, aber auch künstliche Süßstoffe dürfen NICHT verwendet werden.

 

Gans (gebraten) mit Krautsalat

1 Junggans, Salz, Paprika, Pfeffer, 250 g Räucherspeck, 750 g Sauerkraut, 1 Zwiebel, 2 -3 Gewürznelken, Fleischbrühe oder Wasser.

Zubereitung: Man zerteilt eine küchenfertige junge Gans roh in größere Stücke. Dann lässt man kleinwürfelig geschnittenen Speck in einer Kasserolle anlaufen, gibt eine mit Gewürznelken besteckte Zwiebel dazu, dann die gesalzenen mit Paprika und Pfeffer bestreuten Gansstücke und verteilt darauf frisches Sauerkraut. Lässt alles andünsten, gießt dann etwas Flüssigkeit nach und dünstet fertig, wobei man hin und wieder umrührt.

Das Kraut wird nicht gestaubt, doch muss es Saft haben. Man legt in die Mitte der Schüssel die Gansstücke und garniert sie mit dem Sauerkraut.

 

Gebratene Scampi

1 kg Scampi, Salz, Öl, rote Pfefferoni, Knoblauch.

Zubereitung: Mit Salz gewürztes Öl heiß werden lassen. Die Scampi dann ca. drei Minuten unter ständigem Rühren braten. Besonders gut schmeckt die „Spanische Art“, bei der man zerhackte rote Pfefferoni und Knoblauch hinzufügt.

 

Gebratener Seefisch

1 kg Seefisch, Öl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Petersilie.

Zubereitung: Seefischfilets in Öl von beiden Seiten anbraten. Anschließend nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie würzen.

 

Gegrillte Scampi

1 kg Scampi, Öl, Gewürze nach Geschmack.

Zubereitung: Mit Öl bestrichene Scampi im Griller zubereiten. Hinterher nach Belieben würzen. Gegrillter Spieß 500 g Rindfleisch, 500 g Schweinefleisch, Grillgewürz. Zubereitung: Beliebige Fleischstücke in Würfel schneiden, auf Holzspieße aufspießen und im Griller zubereiten. Anschließend würzen. (Keine Zwiebel zwischen die Fleischstücke!)

 

Gekochter Seefisch in Knoblauchbrühe

1 kg Seefisch, Essig, Salz, Pfefferkörner, 1 Suppengrün, 5 Knoblauchzehen.

Zubereitung: Aus Wasser, Essig, Salz, zerstoßenen Pfefferkörnern, Suppengrün und den geschälten Knoblauchzehen einen Sud kochen. Nach dem Abseihen den Fisch in den Sud legen und 10 bis 15 Minuten auf kleiner Flamme ziehen, aber nicht kochen lassen.

 

Kalbskotelett

4 Kalbskoteletts, Öl, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Kalbskoteletts in Öl von beiden Seiten anbraten und dann mit Salz und Pfeffer würzen.

 

Lammkotelett

8 Lammkoteletts, Öl, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Lammkoteletts in Öl von beiden Seiten anbraten und dann mit Salz und Pfeffer würzen.

 

Rindfleisch mit Kren (Meerrettich)

1 kg Rindfleisch (Schwanzstück oder Tafelspitz), 1 frisches Suppengrün, Rindsknochen, 1 Stück Leber, 150 - 200 g Meerrettich (Kren), Salz, Pfefferkörner.

Zubereitung: Ein schönes Stück Rindfleisch klopft man, wäscht es schnell ab und gibt es in siedendes Wasser, das man mit einem Stückchen Leber und Knochen kalt zugestellt hat. Man salzt das Fleisch während des Kochens, gibt Gewürze und Suppengrün hinein. Wenn das Fleisch die schöne Form bewahren soll, wird es in einem Netz von Bindfaden gekocht. In Italien legt man dem Suppengemüse einige Tomaten bei.

Dazu serviert man geriebenen Kren (Meerrettich) Natur.

 

Rindfleischsalat

1 kg Rindfleisch (Schwanzstück oder Tafelspitz), 1 frisches Suppengrün, Rindsknochen, Salz, Pfefferkörner, Essig, Öl, Oliven.

Zubereitung: Das Rindfleisch wie im vorhergehenden Rezept angeführt kochen. Das gekochte Rindfleisch in Scheiben und dann in Streifen schneiden, mit Essig und Öl marinieren, mit Oliven garnieren.

 

Roast-Beef

1 kg Roast-Beef (Berried), Sal, 150 g Spickspeck, Pfeffer, Olivenöl.

Zubereitung: Ein gut abgelegenes Roastbeef-Stück klopft man, salzt es gut, lässt es einige Stunden abliegen, falls es nicht sehr mürbe ist, spickt es dicht, streut etwas Pfeffer darüber und schnürt es leicht zusammen, damit es die Form behält. Nun bestreicht man es mit Olivenöl und brät es in der Pfanne in sehr heißem Fett auf beiden Seiten rasch an und gibt es dann ins heiße Rohr.

Später dämpft man ein wenig und lässt das Fleischstück unter fleißigem Begießen mit Eigensaft 40 Minuten braten. Die Rinde muss schön braun und der beim Aufschneiden ausfließende Saft etwas rötlich sein. Das Fleisch soll beim Zerteilen nur einen rötlichen Kern zeigen.

 

SALATPLATTE (Basisernährung)

Gurken, Tomaten, grüner Salat, Kochsalat, Radicchio, Chicorée, Chinakohl, Feldsalat, Endiviensalat gewürzt mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer.

 

Schweinebraten mit Kraut

1 kg Schweinebraten (Kamm bzw. Schopfbraten, Karree), Salz, Pfeffer, Kümmel, 2 Stück Knoblauchzehen, Fett, 750 g Weißkraut, Salz, Pfeffer, Essig, Öl, Kümmel.

Zubereitung: Ein schönes Rippenstück (Schopfbraten oder Kamm bzw. Kaffee) kalt waschen, mit Salz, etwas Pfeffer, Kümmel und zerdrücktem Knoblauch einreiben, kurze Zeit abliegen lassen. Dann lässt man das Fleisch mit Schmalz und etwas Fleischbrühe (oder Wasser) unter fleißigem Begießen mit Eigensaft im Rohr braten. Sollte sich zu viel Fett entwickeln, so schöpft man ab.

Während man den Braten zerteilt, kocht man mit etwas Wasser in der Pfanne den Bratensaft ein und gießt ihn über das aufgeschnittene Fleisch. Der Krautsalat kann warm oder kalt serviert werden.

 

Schweinekotelett

4 Schweinekoteletts, Öl, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Schweinekoteletts in Öl von beiden Seiten anbraten und dann mit Salz und Pfeffer würzen.

 

Selchfleisch (Räucherfleisch) mit Sauerkraut

1 kg Räucherfleisch (Rollschinken, Karree, geräuchertes Rippenstücke), 750 g Sauerkraut, Fett, 2 - 3 Wacholderbeeren.

Zubereitung: Selchfleisch bzw. Rauchfleisch in so viel Wasser, dass es gerade bedeckt ist, garkochen. Das Sauerkraut mit etwas Fett, Wasser und 2 - 3 Wacholderbeeren weichdünsten.

 

Stelze (Eisbein)

1 kg Jungschweineschlegel, Salz, Pfeffer, Kümmel, Knoblauch, Fett.

Zubereitung: Den Schlegel (Keule) von einem jungen Schwein reibt man mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch ein und lässt ihn mit etwas Fett und Wasser im Rohr braten, wobei man die Schwarte zuerst nach unten legt, bis sie weich ist, dann dreht man den Schlegel um und schneidet die Schwarte kreuzförmig ein. Man lässt den Schlegel braun und rasch fertigbraten. Dazu serviert man warmen Krautsalat.

 

Ergänzung zur Basisernährung:

GEWÜRZE (Basisernährung)

Alle Gewürze - außer Zwiebel und Zitrone - sind erlaubt.

GETRÄNKE (Basisernährung)

Erlaubt sind Kräutertees (siehe FRÜHSTÜCK), Mineral- und Sodawasser.


 

12. Kapitel: Speiseplanbeispiel

Basisernährung siehe unter:

FRÜHSTÜCK - SALATPLATTE - FLEISCHPLATTE - FISCHPLATTE - GEWÜRZE - GETRÄNKE

 

1. Tag

FRÜHSTÜCK:

(Frühstück ist immer gleich; siehe dort)

Tomate (Zwischenmahlzeit)

MITTAGS: Gebratener Seefisch mit Salat

Gurke (Zwischenmahlzeit)

ABENDS: Fischplatte mit Salat

 

2. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel (Zwischenm.)

MITTAGS:

Beefsteak mit Salat

Apfel (ZwiMahlzeit)

ABENDS:

Gegrillter Spieß mit Salat

 

3 Tag

FRÜHSTÜCK

Tomate (ZwM)

MITTAGS:

Geselchtes mit Salat

Gurke (ZM)

ABENDS:

Forelle blau mit Salat

 

4. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Schweinekotelett mit Salat

Apfel

ABENDS:

Carpaccio mit Salat 

 

5. Tag

FRÜHSTÜCK

Tomate

MITTAGS:

Gebratener Seefisch mit Salat

Gurke

ABENDS:

Scampi mit Salat

 

6. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Gekochtes Rindfleisch mit Meerrettich (Kren)

Apfel

ABENDS:

Fleischplatte mit Salat

 

7. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Selchfleisch mit Kren

Apfel

ABENDS: Kalte Fleischplatte

 

Oder:

 

1. Tag 

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITAGS:

Beefsteak mit Salat

Apfel

ABENDS:

Carpaccio mit Salat

 

2. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITAGS:

Schweinekotelett mit Salat

Apfel

ABENDS:

Bratspieß mit Salat

 

3. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Rindfleisch mit Kren

Apfel

ABENDS:

Fleischplatte mit Salat

 

4. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Beefsteak mit Salat

Apfel

ABENDS:

Rindfleischsalat

 

5. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Schweinebraten mit Krautsalat

Apfel

ABENDS:

Brathuhn mit Salat

 

6. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Stelze mit Krautsalat

Apfel

ABENDS:

Zunge mit Kren

 

7. Tag

FRÜHSTÜCK

Apfel

MITTAGS:

Geselchtes mit Sauerkraut

Apfel

ABENDS: Fleischplatte mit Salat

 

Guten Appetit!


 

13. Kapitel: Bonus

Zehn goldene Weisheiten wenn man älter wird


1. Das Altern ist keine Krankheit. Alle Gewebe und Organe zeigen jedoch mit zunehmendem Alter charakteristische Veränderungen, die z. B. eine Minderung der Verdauungsleistung und Funktionsschwäche der Verdauungsdrüsen und des Gefäßsystems bedingen.


2. Mit zunehmendem Alter sind folgende Grundsätze zu berücksichtigen: Übergewicht muss vermieden werden. Die Nahrung soll kalorienknapp sein. Jenseits des 60. Lebensjahres sind im Allgemeinen 1600-2400 Kalorien pro Tag ausreichend.


3. Der Eiweißbedarf des älteren Menschen ist trotz des verlangsamten Stoffwechsels und der verzögerten Regenerationsfähigkeit nicht geringer als der des jüngeren und beträgt 70-80 g pro Tag. Milcheiweiß ist anderen tierischen Eiweißquellen vorzuziehen. Milchprodukte decken auch den erhöhten Kalziumbedarf des älteren Menschen.


4. 50-70 g Fett pro Tag, einschließlich des versteckten Fettes, sind zulässig. Empfehlenswert: VITAMINÖL, das einen hohen Anteil an Linolsäure = hochungesättigte Fettsäuren hat und die Vitamine E, A und D enthält. – Dadurch wird der Blutfettwert niedrig gehalten und der Arteriosklerose vorgebeugt. Zu meiden: Hartfette und cholesterinreiche tierische Fette. Nach neuesten Erkenntnissen sind die gesunden Öle: Kokosöl als Brat Öl und Krill Öl in Kapsel (siehe Kapitel 6).


5. Industriezucker diene nur als Würzmittel. Fruchtzucker ist jedoch die wertvollste Energiequelle für den alternden Menschen und unterstützt die Leber und den Herzmuskel in ihrer Tätigkeit. Zum Süßen und als Fruchtzucker-Diätetikum wird ein entsäuerter Birnendicksaft, empfohlen. – Von Stärkeprodukten sind Vollwertbrote (frisch gemahlenes Vollkornmehl) den Feinmehlbroten (länger gelagertes Auszugsmehl ohne Kleie) vorzuziehen, Kartoffeln als Schalenkartoffeln.


6. Die Nahrung muss vitaminreich sein. Vitamin B1 ist ein Aktivator des Energiestoffwechsels: 1-2(3) Esslöffel WEIZENKEIME decken den Tagesbedarf. Vitamin E erhält die Elastizität des Gefäßsystems, fördert die Durchblutung und aktiviert das Bindegewebe. Es ist das wichtigste Vitamin für den alternden Organismus. Natürliche Vitamin-E-Kurmittel: WEIZENKEIM-VOLLEXTRAKT-Kapseln o.ä. Der Vitamin-C-Bedarf wird durch pflanzliche Frischkost und Säfte gedeckt.


7. Kochsalz sollte nur in geringen Mengen verwendet werden. Dafür können Gewürze und Gewürzkräuter die Speisen in geschmacklicher Hinsicht verfeinern. Besser ist hier Meeressalz, da es alle Mineralsalze enthält wie das Blut des Menschen.

8. Die Funktion der Verdauungsdrüsen (Fermentbildner) lässt nach. Einige Tropfen Maggi oder ähnliches, den Speisen zugesetzt, dient als diätetische Fermentaufwertung. Darmträgheit, Durchfall-Neigung und Blähsucht werden günstig durch das neuartige Roggensauer-Diätetikum BIOROGG (eine Art Trockensauerteigpulver aus dem Reformhaus) beeinflusst.


9. Auch die Haut, das größte Organ unseres Körpers, unterliegt den altersmäßig bedingten Veränderungen. Eine intensive Hautpflege ist daher mit zunehmendem Alter besonders wichtig. Gute westafrikanische Shèàr-Butter hältige HAUTCREM, gute nährende Haut Öle (ev. Kinderhaut Öl Penaten als Beispiel), oder Kosmetik-Präparate für die anspruchsvolle Haut.


10. Tägliche Selbstmassagen des ganzen Körpers mit Haut Öl sind zweckmäßig, da sie die Haut elastisch erhalten und einer altersbedingten Austrocknung vorbeugen.


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